Was ist der digitale Produktpass (DPP) der EU und welche Daten benötigt die Bekleidungsindustrie?
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- 2026/11/6
Der digitale Produktpass (DPP) ist ein zentrales Instrument der EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR). Textilien haben Priorität, und in der EU verkaufte Kleidungsstücke sollen künftig einen Datenträger (QR-Code o. Ä.) tragen, der mit einem strukturierten Produktdatensatz verknüpft ist. Der endgültige Zeitplan hängt von delegierten Rechtsakten ab; Bekleidung wird voraussichtlich in den ersten Wellen ab etwa 2027 eingeführt. Marken, die saisonale Bestellungen für 2027/2028 aufgeben, sollten daher die Dateninfrastruktur bereits jetzt in die Entwicklung einbeziehen.
Was der Reisepass voraussichtlich in Bezug auf Bekleidung enthalten wird:
- Produktidentität: Stil, Modell, Charge und eindeutige Produktkennungen.
- Materialzusammensetzung: Faseranteile, Besätze und Status als bedenkliche Stoffe.
- Rückverfolgbarkeit der Lieferkette: Wo wurde der Stoff hergestellt, wo wurde das Kleidungsstück zugeschnitten und genäht?
- Daten zur Kreislaufwirtschaft: Recyclingfähigkeit, Recyclinganteil (gegebenenfalls GRS-zertifiziert), Pflege- und Reparaturhinweise.
- Konformitätsdokumente: Verweise auf Prüfberichte und Zertifikate, die den Behauptungen zugrunde liegen.
Was ein Auftragsfertiger bereitstellen muss: eine genaue Stückliste, Herkunftsnachweise der Stoffe auf Werksebene und Prüfberichtsreferenzen in einem strukturierten Format, das Ihre DPP-Plattform verarbeiten kann. UniOuter liefert Stücklisten-Dokumentation und Zertifizierungsreferenzen mit den Sendungen, die direkt in die DPP-Datenfelder übernommen werden können.